Spielervermittlung ist Arbeitsvermittlung: Dafür gelten Sondernormen…

… die in der Praxis des Sportmanagements nicht alle kennen, aber dringend kennen sollten. Zum Beispiel erntet man auf die Frage, was denn in den §§ 296 bis 297 Sozialgesetzbuch III steht (Auszug als PDF-Download hier), bei den meisten Spielervermittlern, aber auch bei Vereinsfunktionären nur leere Blicke. Das ist erstaunlich und für den Agenten ziemlich riskant, denn bei einem Verstoß gegen diese Vorschriften ist sein Vermittlervertrag mit dem Sportler schlicht unwirksam. Folge: Der Agent erhält keine Vermittlungsprovision.  (…)Und verboten ist vieles: So darf der Agent zum Beispiel keinen Exklusivvertrag abschließen (§ 297 Ziff. 4 SGB III), es gelten Obergrenzen für die Vermittlungsprovision (§ 296 Abs. 3 SGB III), er darf keine Vorschüsse verlangen (§ 296 Abs. 2 SGB III) u.a.m. Man sieht: keine exotischen Regelungen, sondern alles sehr praxisrelevante Themen.

Aber es geht noch weiter: Gänzlich unbekannt ist vielen Beteiligten die “Verordnung über die Zulässigkeit der Vereinbarung von Vergütungen von privaten Vermittlern mit Angehörigen bestimmter Berufe und Personengruppen” (VermittVergV) vom 27.6.2002 PDF-Download hier). Diese Verordnung betrifft – man ahnt es – unter anderem Berufssportler, Künstler und Fotomodells. Sie regelt insbesondere die zulässige Maximalhöhe der Spielervermittlerprovision.

Weitere Ausführungen zu Rechtsproblemen im Umfeld der Spielervermittlung und Athletenberatung im Beitrag “Was dürfen Spielervermittler” von Rechtsanwalt Bernhard Schmeilzl und im Beitrag “Vertragsrecht für Spielervermittler“.